Samstag, 17. September 2011

Philips Sonicare Airfloss

Seit Mitte August 2011 darf ich über trnd.com die neue Philips Sonicare Airfloss testen.
So kam mein Testpaket zu mir, zusammen mit Infomaterial und zusätzlichen Aufsatzdüsen.
Aufgeladen wird die AirFloss mit einem kleinen Ladegerät, das mit im Paket ist. Einmal aufgeladen hält der Akku locker zwei Wochen (meist sogar länger)

So sehen die Reinigungsdüsen aus, sie sind im Zweierpack für 9.99 € im Handel erhältlich.
Wenn man die AirFloss aufgeladen hat, kann es gleich losgehen. Nach der Zahnreinigung mit einer Zahnbürste wird dieses neuartige Gerät verwendet, um schnell und unkompliziert die Zahnzwischenräume reinigen zu können. Lt. Hersteller wird durch diese Art der Reinigung, im Vergleich zum normalen Zähneputzen mit der Handbürste, bis zu 99 % mehr Plaque entfernt.
Zuerst muss man natürlich den Wasserbehälter füllen. Der ist sehr klein und fasst nur ungefähr zwei Teelöffel Flüssigkeit, was jedoch für eine komplette Zahnzwischenraum-Reinigung reicht. Ich habe festgestellt, dass es besser ist, die eingefüllte Flüssigkeit bei einer Anwendung komplett zu verbrauchen oder den Rest auszukippen, da die Klappe des Wasserbehälters nicht dicht hält, das verbleibende Wasser ausläuft und die Sonicare AirFloss später dann in einer kleinen Pfütze steht. Man kann den kleinen Behälter auch mit einer Mundspülung füllen, was ich persönlich nicht so gut finde, da dies dann meist ziemlich schäumt.
Um die AirFloss in Betriebsbereitschaft zu bringen, schaltet man am Knopf (hier unten am Gerät zu sehen) ein, und ein grünes Licht erscheint. 

Natürlich braucht man dann noch einen Reinigungsaufsatz. Er wird oben auf die vorgesehene Öffnung gesetzt und lässt sich ziemlich straff anbringen, was jedoch einen Sinn hat, da der Strahl aus Luft und Wasser, mit dem die Zähne dann gereinigt werden, eine Geschwindigkeit von 70 km/h vorlegt. Wäre die Düse zu locker aufgesetzt, würde sie dem Druck wohl nicht stand halten. Wenn mehrere Personen die AirFloss verwenden, gibt es einen kleinen Trick, die Düse leichter zu wechseln. Beim Abziehen einfach ein kleines Tuch (Handtuch, Waschfleck etc.) darum wickeln und kräftig ziehen.

Nun ist das Gerät einsatzbereit. Man fährt mit dem kleinen Zapfen der Düse am oberen Zahnfleischrand entlang, bis man die kleine Spitze genau im Zwischenraum zwischen zwei Zähne positionieren kann, was etwas Übung erfordert. Dann drückt man leicht oben auf die grüne Taste, und ein Wasser-Luftgemisch drückt  den Belag aus den Zahnzwischenräumen. Diesen Vorgang wiederholt man bei jedem Zwischenraum.

Das Prinzip ist nicht schlecht, und ich habe das Gefühl, die Zahnzwischenräume sind nach der Prozedur wirklich sauber. Bei der praktischen Anwendung hat das Gerät (für mich) allerdings auch seine Tücken.
Da einige meiner Zahnzwischenräume ziemlich eng sind, ist dort die Anwendung für mich sehr unangenehm bis gar nicht möglich, da der starke Druck dort zu starkem Zahnfleischbluten geführt hat (obwohl ich normalerweise kaum Probleme mit dem Zahnfleisch habe). Dieses Ergebnis hatte ich auch, wenn ich den Zwischenraum nicht wirklich ganz präzise angesteuert habe. Wenn man die Düse direkt an den Zahnzwischenraum drückt, gibt es dort einen kleinen Rückstoß, durch den starken Druck, was ich als sehr unangenehm empfunden habe. Man bekommt sicher mit der Zeit Übung, aber zu Beginn war es schon sehr gewöhnungsbedürftig.
Bei einem normalen Zahnabstand ist es einfacher bzw. manches Problem taucht dann gar nicht auf. Ich bin nun dazu übergegangen, die AirFloss zwar zu verwenden, aber nur an den Zahnzwischenräumen, die nicht allzu eng sind.
Mein Rat zur Benutzung: den Mund schließen, da man sonst ein ziemliches Gespritze im Badezimmer veranstaltet.
Nicht so gut konzipiert finde ich den grünen, transparenten Startknopf, da hier leicht Flüssigkeit darunter gerät, was sich nicht wieder entfernen lässt. Das sieht nicht gerade appetitlich aus und ist auf Dauer auch nicht besonders hygienisch.

Mein Fazit: Die Sonicare AirFloss ist nicht für jedes Gebiss gleichermaßen geeignet, aber für Leute mit normalem Zahnabstand, die üblicherweise Zahnseide benutzen und hierzu eine einfachere Alternative suchen, ist das Gerät sicher gut geeignet.
Die Philips Sonicare AirFloss gibt es seit August 2011 im Handel, der empfohlene Verkaufspreis des Herstellers ist 99,99 €.
Die Meinung der von mir befragten Personen ging ziemlich auseinander. Einige fanden das Gerät ideal, manche empfanden die Anwendung als unangenehm, und den Verkaufspreis haben alle als "hoch" kommentiert.

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