Freitag, 12. Oktober 2012

Purity Wasserkocher 18554-70 von Russell Hobbs



Der erste Eindruck war sehr gut, denn es handelt sich bei diesem Wasserkocher um ein gut verarbeitetes Gerät mit schönem Design. Besonders bei Benutzung in einem nur schwach beleuchtetem Raum bietet sich ein eindrucksvoller und sehr edler Anblick.
Aber Optik ist nicht alles, und so wende ich mich nun der Begutachtung der sonstigen Eigenschaften des Russell Hobbs Purity Wasserkochers zu.



In der Produktbeschreibung steht, dass der Wasserkocher ein Fassungsvermögen von 1,5 Liter hätte. Das ist aber nicht der Fall. Ich habe es ausprobiert, es passen genau 900 ml in den Topf, dann ist man an der maximalen Befüllungsgrenze angekommen. Der optisch sehr geräumig wirkende Wasserkocher bleibt bei Betrieb weitgehend leer, denn oben im Behälter befindet sich der Brita Wasserfilter. Man muss das Wasser portionsweise einfüllen, und es dauert eine Weile, bis es durch die Filterkartusche gelaufen ist. Zwar hat man dann gefiltertes Wasser, was in Gegenden mit harter, kalkhaltiger Wasserqualität sicher sinnvoll ist, aber ich wohne in einem Gebiet mit guter Wasserqualität, wo es eigentlich nicht nötig ist, das Wasser zu filtern. Aber es wird immer mit der starken Geschmacksverbesserung bei Tee oder Kaffee geworben, und so habe ich in den letzten Tagen Vergleiche mit verschiedenen Teesorten angestellt, ob es trotzdem eine Verbesserung beim Geschmack gibt. Das war leider nicht der Fall, im Gegenteil. Der Tee, den ich mit dem neuen Wasserkocher aufgebrüht habe, hatte einen leichten, unangenehmen Beigeschmack, der wahrscheinlich vom Kunststoff herrührt, wobei ich nicht sagen kann, ob vom Behälter des Wasserkochers selbst oder von der Filterkonstruktion. (Wohl gemerkt, ich habe den Wasserkocher und Filter, vor der ersten Benutzung, genau nach Anleitung vorbereitet!)
Im Deckel ist ein „Memo“ eingelassen, welches per Batterie betrieben wird und immer anzeigt, wann die Filterkartusche gewechselt werden soll. Nach jeweils einer Woche verschwindet ein dunkler Balken von der Anzeige, und nach vier Wochen soll die Filterkartusche ausgetauscht werden. Es hat dabei keinen Einfluss, wie viel Wasser im angegebenen Zeitraum durch den Filter läuft, sondern es wird lediglich die abgelaufene Zeit angezeigt. Wenn man die Filterkartuschen monatlich wechselt, kommt man mit den Betriebskosten pro Jahr fast so hoch, wie der ganze Wasserkocher im Verkauf kostet. Laut Anleitung darf das Gerät nur mit Filter benutzt werden, da sonst Wasser austreten könnte. Man ist also gezwungen, immer wieder einen neuen Filter einzusetzen.




Fazit: Für kleinere Haushalte, in Gegenden mit minderer Wasserqualität, kann der Russell Hobbs Purity sicher sinnvoll und auch platzsparend sein, da man hier einen Wasserkocher und Wasserfilter in einem Gerät hat. Aber ansonsten würde ich einen „normalen“ Wasserkocher, ohne dieses aufwändige „Innenleben“ vorziehen.




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