Freitag, 19. Juli 2013

Rowenta DW9240 Dampfbügeleisen

Beim Herausheben des Bügeleisens aus dem Karton war ich direkt ein wenig erschrocken, denn das Ding ist schwer! Mit 2,2 kg ist es das schwerste Bügeleisen, das ich je in Benutzung hatte. Mein altes Bügeleisen war mit 1030 Gramm dagegen ein Leichtgewicht. Dementsprechend waren auch meine anfänglichen Bedenken, dass mit dem neuen Gerät das Bügeln womöglich recht beschwerlich sein könnte. Aber der erste Eindruck hat getäuscht. Man sollte allerdings seine Bügelgewohnheiten anpassen, um ein perfektes Ergebnis zu erhalten. 
Zuerst einmal empfiehlt es sich jedoch die Gebrauchsanleitung zu lesen, um mit den Besonderheiten vertraut zu werden und das Bügeleisen auf den ersten Einsatz vorzubereiten. Die Füllöffnung für den Wassertank ist geräumig, und man kann und soll sogar ganz normales Leitungswasser verwenden. Das dunkelblaue Gehäuse des Geräts sieht toll aus, erschwert aber die Kontrolle der maximalen Füllmenge, was gerade anfangs leicht dazu führt, dass man es zu gut meint und der Tank überläuft. 


Die Einstellung der Temperatur erfolgt stufenlos, an einem Drehschalter, wie man das von den meisten Bügeleisen kennt. Hier hat man jedoch zusätzlich noch eine LED-Anzeige, wo man genau erkennen kann, für welche Stoffart die Temperatur gerade perfekt eingestellt ist. Diese Anzeige blinkt, bis die gewünschte Hitze erreicht ist und leuchtet dann konstant. 

Man kann sowohl trocken als auch mit Dampf bügeln und hat zusätzlich die Möglichkeit, horizontal und auch vertikal Dampfstöße zu erzeugen, was ein schnelles Auffrischen oder Glätten von hängender Kleidung ermöglicht. Zusätzlich gibt es eine Spray-Funktion, mit der man einzelne Stellen des Stoffs noch zusätzlich befeuchten kann. Das Bügeleisen verfügt über einen Bewegungssensor, der dafür sorgt, dass kein Dampf ausgestoßen wird, sobald das Gerät ruhig steht. Die Dampfentwicklung ist äußerst kräftig, was das Bügeln erleichtert. Man spürt direkt das Pulsieren des Dampfstrahls bis in den Griff. Einen kleinen negativen Aspekt hat dies jedoch, denn man muss sehr häufig Wasser nachfüllen. Ich habe es mir mittlerweile zur Gewohnheit gemacht, eine extra Kanne Leitungswasser bereitzustellen, wenn ich größere Mengen Wäsche zu bügeln habe. Herrenhemden schaffe ich beispielsweise mit einer Tankfüllung fünf bis sechs Stück zu glätten, je nach Material und Schnitt.
Gerade bei Kleidungsstücken mit vielen Abnähern, bei Rüschen oder Knopfleisten etc. bewährt sich die extra schmal gehaltene Spitze des Bügeleisens. Man kommt damit auch an schwer zugängliche Stellen.


Muss man bei leichteren Bügeleisen einiges an Körperkraft und Druck einsetzen, ist dies hier nicht nötig. Auch genügt es meist, einmal langsam über den Stoff zu fahren, und schon ist die bearbeitete Stelle glatt.  Die starke Dampfentwicklung und das Eigengewicht des Bügeleisens leisten ganze Arbeit. Auch bei arg verknittertem Leinen habe ich in kurzer Zeit, ohne großen Kraftaufwand, ein tolles Ergebnis erhalten.
Das Gerät ist mit einem Anti-Kalk-System ausgestattet und verfügt über eine Selbstreinigungstaste.
Beim ersten Ausprobieren habe ich einen Schreck bekommen, als das Bügeleisen nach einiger Zeit seltsame Geräusche von sich gab, bis ich dahinter gekommen bin, dass dieses „Röcheln“ der Hinweis darauf ist, dass der Wassertank aufgefüllt werden muss (In der Gebrauchsanleitung ist dies nicht erwähnt). Hat man Wasser nachgefüllt oder stellt man den Dampf-Schalter auf „Trockenbügeln“, verschwindet dieses Geräusch auch sofort.

Fazit: Ich bin sehr zufrieden mit dem Bügeleisen, lediglich die Wasserstands-Anzeige könnte besser erkennbar sein, auch wäre es gut, eine Möglichkeit zu haben, die Dampfstärke zu regulieren. Das perfekte Bügelergebnis rechtfertigt bei diesem Gerät durchaus den hohen Preis.


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